In Gegensätzen miteinander - Beziehung im Sozialen pflegen
  • Musiktherapie

Musikmachen, heißt Mutmachen.
Musik zum spielen und fühlen.

Musiktherapie

Musiktherapie heisst, Musik selber machen, an der Musik teilhaben wird als Hilfestellung in der Kommunikation erlernt. Das improvisierte Spiel, das Erklingenlassen von Tönen, das Hören von Klangelementen schaffen emotionales Erleben, das Menschen im Alltag begleitet und darüber hinaus träumen lässt. Menschen, die sich wenig bis gar nicht über Sprache ausdrücken können, lernen Saiten an der Leier zu zupfen, zu trommeln oder zu flöten und geben so ihrem Inneren Ausdruck. Es wird zu Tönen getanzt, zu Gesang und zur Sprache gespielt und ein Rhythmus gelebt. So ist man im Einklang mit sich selbst.

Menschen mit Handicap lieben es, dem Klang eines Instruments zu lauschen und Töne in die Welt zu geben. Es werden bei Spielern und Zuhörern gleichermaßen Emotionen geweckt, deren Klang als Solidarität zwischen musikalischem Sender und Empfänger verstanden werden kann. Dies kann sehr bedeutend für jede Art der Kontaktaufnahme zu anderen Menschen im Alltag sein. Gute Beziehungen benötigen eine Atmosphäre, in der sich Menschen wohlfühlen und wohlige Sicherheit erleben. Der Klang, der leicht weckende Töne vermittelt, prägt eine Art Auftakt in der Begegnung. Ruhe, Mut und Risiko gehören dazu und gelingen im Wechselspiel von Stille und Klängen. Diese musikalische, spielerische Beziehungspflege soll auf der Grundlage des anthroposophischen Menschenbildes ihren Ausdruck finden.